PADI Open Water Diver Course · meine Erfahrungen und Tipps

PADI Open Water Diver Course · meine Erfahrungen und Tipps

Das ist jetzt ein etwas älterer Blogpost, den ich schon vor mehr als einem Jahr verfasst und leider vergessen habe zu veröffentlichen: Ich habe damals meinen PADI Open Water Diver Kurs auf Phu Quoc, Vietnam, erfolgreich abgeschlossen und wollte meine Erfahrungen mit euch teilen. Mittlerweile ist schon mehr als ein Jahr vergangen. Ich habe mehrere Tauchgänge und auch Spezialisierungen hinter mich gebracht (mehr dazu in einem weiteren Blog Post, der hoffentlich bald folgen wird) und habe diese Entscheidung trotz Angst vor der Tiefe des Meeres noch kein einziges Mal bereut. Hier also mehr zu meiner Erfahrung mit dem PADI Open Water Diver Course:

Als ich letztes Jahr mit meinem Freund auf den Philippinen unterwegs war, sind wir mit einem Paar am Tisch neben uns in ein sehr nettes Gespräch gekommen. Beide sind passionierte Taucher und arbeiten seit Jahren als Instructors. Mein Freund und ich waren uns schon vor der Reise auf die Philippinen einig, dass Schnorcheln nicht mehr den selben Reiz wie vor ein paar Jahren hatte. Das haben wir ihnen erzählt und daraufhin hat uns das Paar natürlich empfohlen, den PADI Open Water Diver Kurs zu besuchen. Eine Woche vor der Reise auf die Philippinen haben wir uns online für den PADI eLearning Kurs eingeschrieben.

 


Der schnellste und einfachste Weg, die Theorie im Vorhinein zu lernen. Darüber hinaus hat man somit vor Ort mehr Zeit, die Reisedestination nach dem Tauchen zu erkunden.

E-Learning

Sprache

Wir wollten beide die Theorie auf Deutsch lernen, da wir beide Muttersprachler sind und es keine Schwierigkeiten bezüglich Vokabular und dem Verstehen geben würde.

Lernaufwand für PADI Open Water Diver

Ich muss zugeben, ich fange immer sehr spät mit dem Lernen an und somit habe ich erst einen Tag vor dem Abflug mein iPad zur Hand genommen und angefangen, mich durch die Theorie zu arbeiten. Aber ganz ehrlich: Es sind fünf Kapitel und zwei davon habe ich schon an diesem Tag geschafft. All zu schwer sollte das Lernen also nicht sein.

An jedem Ende eines Kapitels gibt es zwei Tests, um zu sehen, ob das Gelernte auch sitzt. Der erste Test ist sozusagen ein Probetest, der dem „Schüler“ die falsch beantworteten Fragen noch einmal erklärt. Auch die richtige Antwort wird begründet und man hat die Möglichkeit, noch einmal über die Theorie zu sehen, sodass beim zweiten Test nicht so viele Fehler gemacht werden. Mindestens 75% müssen bei den Tests richtig sein.

Die darauffolgenden Kapitel habe ich auf meinem Weg nach Vietnam im Flugzeug gelernt. Die Prüfungen dann erst am Flughafen in Dubai und im Apartment in Ho Chi Minh City, wegen dem Zugang zu Internet, abgelegt. Man braucht nur für die Prüfungen Internetzugang! Alles andere wird im Vorhinein schon heruntergeladen und kann somit offline gelernt werden. Am Ende des E-Learnings folgt noch eine etwas größere Prüfung mit dem ganzen Stoff. Das E-Learning enthält sehr viele Videos, die sehr hilfreich sind beim Lernen. Sie wiederholen und fassen das Wichtigste aus der Theorie zusammen.

Die online Anmeldung zum Kurs erfolgt hier.


Tauchkurs

Theorie – zwei Optionen

Wir haben beschlossen, im Vorhinein die Theorie zu lernen, um auch mehr Zeit vor Ort für das Erkunden der Insel haben zu können.

Falls ihr Theorie und Praxis vor Ort in einem machen möchtet, müsst ihr einen Tag mehr einrechnen (also insgesamt 4. Da seid ihr dann teilweise sogar den ganzen Tag beschäftigt – zuerst mit der Theorie und danach mit dem Tauchen. Wir haben also nur unsere Vormittage mit dem Tauchen verbracht. Am ersten Vormittag wurde im Pool geübt, sodass wir im Großen und Ganzen ein Gespür für das Equipment, Atmung und Gleichgewicht bekamen. Es wurden auch die grundlegenden Fähigkeiten im Pool geübt. Diese hat uns der Instructor zuerst über Wasser erklärt und dann unter Wasser vorgezeigt. Danach waren wir an der Reihe, die Übungen auszuführen.

Das beinhaltet Übungen wie das Klären der Maske unter Wasser, das Wiederaufsetzen der Maske unter Wasser nachdem man sie abgenommen hat, Gleichgewichtsübungen etc… All das war nichts Neues, da diese Übungen bereits in den Videos auf dem online-Kurs enthalten sind. Das gute an einem Tauchkurs ist das persönliche Feedback. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit, am Ende der Tauchgänge noch etwaige Übungen, bei denen man sich unsicher ist, mit dem Instructor zu üben. Das würde ich euch ans Herz legen. Denn die darauf folgenden zwei Tage muss man diese Übungen noch einmal im Meer unter Wasser absolvieren. Das ist nicht das selbe, da der Auftrieb im Meer anders ist als im Pool.


Praxis – Tauchgänge

Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Boot zu nahegelegenen Tauchstellen, die alle so um die 6-8 Meter tief waren. An diesem Tag wurden alle Skills während der zwei Tauchgänge noch einmal wie am Vortag ausgeübt, was unter Wasser doch sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und man deswegen kaum Zeit hat, anschließend unter Wasser eine Runde zu tauchen. Am dritten Tag blieben uns nicht mehr all zu viele Skills über, die der Instructor mit uns durchgehen musste.

Insgesamt standen zwei Tauchgänge an diesem Tag auf dem Programm, wobei die auszuführenden und geprüften Skills alle während dem ersten Tauchgang abgedeckt wurden, sodass wir den zweiten Tauchgang eigentlich nur mit dem Erkunden verbringen konnten. Unser Instructor hat uns im Vorhinein schon gesagt, dass er alles in den ersten Einheiten abhaken möchte, damit wir uns beim letzten Tauchgang endlich einmal richtig tauchen können – was natürlich im Nachhinein gesehen die beste Idee von ihm war, da wir fast eine ganze Stunde lang unter Wasser bleiben konnten. Wir wollten zwar auf 18 Meter abtauchen, aber eine starke Strömung hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.


Meine Eindrücke

Es war definitiv die beste Entscheidung, einen den PADI Open Water Diver Kurs zu machen, da sich die Anzahl an Tauchern innerhalb einer Gruppe sehr beschränkt. Im Gegensatz zu den Schnorchelausflügen teilt man den Tauchplatz nicht mit 30 anderen Booten. Noch dazu muss man sich nicht vor den Flossen der rund 150 anderen Touristen fürchten.

Mich persönlich hat es immer gestört, so weit von dem Geschehen unter Wasser entfernt zu sein. Im Endeffekt ist man doch eher Zuseher und man fühlt sich wie ein Besucher im Zoo wenn man schnorchelt. Als Taucher kann man direkt ins Geschehen eintauchen, den Fischen viel näher sein und eine andere Perspektive genießen. Leider sieht man von dieser Perspektive auch, dass Fischerei und der Einfluss des Menschen einen sehr negativen Effekt auf das maritime Leben haben: Fischernetze bleiben bei Korallen hängen (die wir während unserem Tauchgang entfernt haben), Plastik und Glas liegen in Unmengen auf dem Boden. Man möchte am liebsten alles aufsammeln und an Land wegschmeißen.

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