Chefchaouen · Entdecke die blaue Stadt Marokkos

Chefchaouen · Entdecke die blaue Stadt Marokkos

Chefchaouen stand schon längere Zeit auf meiner Liste, ich habe so viele schöne Fotos auf Instagram gesehen und musste diesen Ort natürlich einplanen, als Marokko als Reisedestination für September fixiert wurde. Ich war überrascht, wie angenehm ruhig und relaxed die kleine Stadt ist. Die Einwohner sind alle so wahnsinnig freundlich und haben immer ein Lächeln auf dem Gesicht. Diese Besonderheit haben wir aber erst viel später bei unserer Ankunft in Marrakesch erkannt, dort lächelt dich nämlich kaum jemand so freundlich an.

Die Stadt ist – wie ihr euch vorstellen könnt – durch deren Beliebtheit im Internet und auf Instagram sehr gut besucht. Ganz früh morgens, wenn alle noch schlafen, ist es am besten, die Medina zu erkunden. Denn übertags stehen die Touristen – wortwörtlich! – reihenweise an, um ein Foto in den Instagram-Gassen zu machen. Außerhalb der Hauptgasse (die Straße hat keinen Namen: vom Wasserfall Ras El Ma in Richtung Westen verlaufend), entlang welcher sich viele Shops reihen, geht es dennoch ruhig zu und man kann die Medina in Ruhe erkunden. Man merkt eigentlich gar nicht, wie viele Touristen in dem Ort frequentieren, bis man auf dem Place Outa El Hamam ankommt, wo sich alle zu Mittag und abends für eine Mahlzeit versammeln. Meiner Meinung nach befinden sich die besten Fotomotive in den kleinen, fast menschenleeren Gassen – seid also neugierig und schlendert abseits der touristischen Hauptpfade einmal herum!

 


ANREISE

Wie kommt man nach Chefchaouen?

Exploring Chefchaouen in September, what a wonderful trip - my experiences.Die Stadt ist sehr leicht erreichbar von Fès oder Tangier. Wir haben zwei Nächte in Fès verbracht und uns gleich am ersten Abend Tickets beim CTM Büro am Busbahnhof (nähe der Medina) besorgt. Das Ticket hat 150MAD (ca. 15€ – für Aufgabegepäck zahlt man extra) pro Person gekostet, Hin- und Rückfahrt nach Fès. Ursprünglich wollte ich eigentlich mit Supratours fahren – CTM und Supratours sind die besten Anbieter laut vieler Internetforen, aber beim Supratours-Büro wurde uns gesagt, dass sie nicht nach Chefchaouen fahren.

CTM Busse fahren mehrmals pro Tag zwischen Fès und Chefchaouen – ca. 4-5 Mal pro Tag, man kann sich also eine Zeit aussuchen. Die Fahrt dauert 4,5 Stunden (inkl. Pause) und führt durch sehr abgelegene Gegenden und Dörfer. Die Busfahrer sind sehr erfahren, sie fahren dementsprechend schnell (meiner Meinung nach ein bisschen zu schnell auf diesen engen Straßen).

Vor allem was das Ende der Fahrt betraf, als wir uns die vielen Kurven hinauf zu Chefchaouen gearbeitet haben – das war nicht ohne. Ein Tipp meinerseits (weil es einige gab, denen vor allem beim letzten Abschnitt schlecht wurde): auch wenn euch grundsätzlich nicht schlecht wird, nehmt Plastiksackerl mit, irgendjemand kann es immer brauchen.

Ich habe auch einige schlechte Erfahrungsberichte über Busfahrten in Marokko im Internet gelesen, aber ich kann nichts schlechtes berichten – wir hatten Gurte, die Klimaanlage war die ganze Zeit am laufen und es war relativ gemütlich.

   Von Chefchaouen nach Fès

CTM Busse fahren zwar am Busbahnhof in der Nähe weg, aber bei der Fahrt Chefchaouen-Fès bleibt der Bus nur bei deren Büro in Ville Nouvelle stehen. Das ist die Endstation und von dort aus nimmt man sich ein Taxi für umgerechnet 4€ zur Medina.

 

 AKTIVITÄTEN

Exploring Chefchaouen in September, what a wonderful trip - my experiences.Alle Häuser der Stadt sind in verschiedenen Blau-Tönen gestrichen, bis auf ein paar weinrote Häuseer – Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Es gibt nicht wirklich viel zu tun, nichtsdestotrotz habe ich meine Aufenthalt sehr genossen. Wir sind durch unzählige Gässchen spaziert und einfach ziellos herumgelaufen. Die Medina kann man auch an einem ganzen Tag abklappern, es sei denn, man möchte sich auch noch Orte in der Umgebung ansehen, wie zum Beispiel die Wasserfälle Cascades d’Akchour oder die Cannabis-Felder, für die sie ursprünglich so bekannt waren. Einer meiner Lieblingsplätze, sowohl für Frühstück als auch für einen Kaffee zwischendurch, ist Place El Haouta. Ein toller und vor allem ruhiger Platz, der auch nicht so oft von den Touristen besucht wird, da sich (wie ganz am Anfang bereits erwähnt) alles auf der namenslosen Hauptstraße und am Place Outa El Hamam.

 


RESTAURANTS IN CHEFCHAOUEN

Lala Mesouda
traditionelle Küche 

Wenn man das Restaurant betritt, fällt einem gleich die sehr spezielle Einrichtung auf – es scheint alles willkürlich zusammengefügt worden zu sein: Leopard-Teppiche an der Wand, üppige und schwere Holztische, verschiedenfarbige Polster und einfach sehr viel Stoff. Während man dort beim Mittags- bzw Abendessen sitzt, realisiert man schnell, dass viele Guides ihre Gäste zu diesem Restaurant bringen, denn Lala Mesouda bietet sehr traditionelle Gerichte an wie Couscous oder Tajines, die lecker waren.

 

Bab Ssour
traditionelle Küche – keine Touristen – bestes Couscous ever!

Definitiv mein Lieblingsplatz in ganz Marokko, wenn es um den Geschmack des Gerichts geht! Bei Bab Ssour hatte mein allerbestes Couscous – das allerbeste! Wir sind an einem Freitag zum Restaurant gegangen und uns wurde dann das Freitags-Essen vom äußerst freundlichen Kellner empfohlen, da Freitag bei ihnen der heilige Tag ist: “since Friday is the holy day like Sunday is for you in your country”. Das Angebot wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen (wir wussten nicht einmal was das Freitagsgericht war).

Ich war überhaupt nicht hungrig, aber es war einfach so verdammt lecker, dass ich die ganze Schüssel einfach aufessen musste. Geschmacklich wirklich ein wahnsinn, da es nicht so ölig ist wie in den meisten Restaurants. Bab Ssour steht noch nicht im Lonely Planet Guide und dafür bin ich sehr dankbar. Wir waren hauptsächlich umgeben von Marokkanern und deren Familen, die dort mittagessen waren. Wenn ich ein Restaurant empfehlen müsste, dann wäre es definitiv Bab Ssour!

Exploring Chefchaouen in September, what a wonderful trip - my experiences.

 


Mandala Pizza

Ich hatte während der Reise auch mal Lust auf etwas anderes als Couscous und Fleisch. Mandala Pizza hat ganz gute Pizzen, wobei der Käse ganz schön vorwiegend ist im Geschmack.


Ich mochte die Stadt wirklich sehr, Chefchaouen hat leider auch sehr viele “Instagram-Gassen” – die Touristen stehen wortwörtlich in einer Schlange an und warten, bis sie auch ein Foto von sich (oder eher den PartnerInnen) in einer Gasse machen können. Nichtsdestotrotz ist es sehr ruhig und man kann sich einfach wahnsinnig gut in der kleinen Stadt entspannen.

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